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Justi, Ludwig

(Justi, Ludwig Albert Ferdinand)

geb. 14. März 1876 in Marburg (Lahn)
gest. 19. Oktober 1957 in Potsdam

Kunsthistoriker, Museumsdirektor
1903 Professor an der Universität Halle, 1904 Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main, 1905 Sekretär der Akademie der Künste in Berlin, 1909 Direktor der Nationalgalerie in Berlin. Zwischen 1933 und 1945 aus politischen Gründen beurlaubt und als Kustos an die Bibliothek der Staatlichen Museen versetzt. 1946 Generaldirektor der staatlichen Museen in Berlin. 1949 Ordentliches Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften.

Umfang: 12,5 lfm
Inhalt: Persönliche Unterlagen, Manuskripte, Arbeitsmaterialien, Korrespondenz. Ferner enthält der Nachlass kleinere Dokumentenkomplexe von Ferdinand; Carl; Karl; Wilhelm Ludwig; Adelheid; Gertrud; Eduard; P. C.; Helene und Friederike Justi

Findhilfsmittel: Kartei
Bestandsbezeichnung: NL L. Justi

 

Artikel: Zum Nachlaß von Ludwig Justi im Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften – eine Bestandsübersicht

 Wiebke Witzel

 (Veröffentlicht im: Jahrbuch der Berliner Museen, Band 52 (2010) Beiheft Ludwig Justi – Kunst und Öffentlichkeit. Beiträge des Symposiums aus Anlaß des 50. Todestages von Ludwig Justi (1876–1957) am 19. und 20. Oktober 2007. Berlin: Gebrüder Mann Verlag, S. 125–128)

 Der Nachlaß Ludwig Justis gehört mit einem Umfang von 12,3 laufenden Metern und seiner relativ geschlossenen Überlieferung zu den bedeutendsten Beständen der Nachlaßabteilung des Archivs der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er wird unter der Bestandsbezeichnung ABBAW, NL L. Justi geführt. Im Folgenden soll der Nachlaß detailliert vorgestellt werden.

 1. Nachlaßteile von Familienmitgliedern

 Ludwig Justi war geprägt durch seine Herkunft aus einer kurhessischen Gelehrtenfamilie mit enger Bindung an die Philipps-Universität Marburg. Zur Familie zählen unter anderem sein Urgroßvater, der Theologe und Historiker Karl Wilhelm Justi (1767–1846), sein Vater, der Orientalist und Philologe Ferdinand Justi (1837–1907), sein Onkel, der Kunsthistoriker Carl Justi (1832–1912), sowie sein Bruder, der Arzt Karl Justi (1873–1949). Deren Lebenszeugnisse und posthum ergänzte Materialien fanden sich unter dem Nachlaßschriftgut Ludwig Justis. Diese Nachlaßteile mit einem Umfang von insgesamt 164 Archivalieneinheiten (AE) liegen gegenwärtig nur grob geordnet und vorläufig verzeichnet vor und setzen sich wie folgt zusammen:

a) Ludwig Justi 9 AE (1755–1896, 1927)

b) Karl Wilhelm Justi 28 AE (1782–1847, 1927)

c) Ferdinand Justi 49 AE (1838–1907)

d) Carl Justi und Karl Justi 72 AE (1853–1962)

e) Adelheid, Eduard, Friedericke und Helene Justi; Ludwig Julius Karl Schmitt 6 AE (1861–1966)

 2. Das Nachlaßschriftgut Ludwig Justis

 Der Nachlaß von Ludwig Justi enthält ohne die Überlieferungen der Familienmitglieder 886 AE aus den Jahren 1876 bis 1976. Sie wurden 1988 durch Gisela Klauß in der Reihenfolge ihres Archivzugangs, also nach dem Bärschen Prinzip, verzeichnet und damit der Auswertung zugänglich gemacht. Gliederungspunkte sind: Persönliche Dokumente, Berufsleben, Manuskripte, Drucksachen und Korrespondenz.

 2.1. Persönliche Dokumente

Das persönliche Nachlaßmaterial erstreckt sich über Dokumente von Justis Geburt bis zu den durch seine zweite Ehefrau Adelheid, geb. von Fürstenmühl, ergänzten Beileidsschreiben, Pressemitteilungen und Nachrufen. Aus Justis Kindheit und Gymnasialzeit in Marburg sind unter anderem Skizzenbücher, Schreibhefte mit Aufzeichnungen zur Kunstgeschichte und Mathematik, Redemanuskripte sowie Schulzeugnisse überliefert. Sie werden durch Theater- und Konzertprogramme und eine Druckschrift über das Marburger Gymnasium ergänzt. Justis Bonner und Berliner Studienjahre sind belegt durch ein Studienbuch, Nachschriften zu Vorlesungen und Seminaren in Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie, Hochschulzeugnisse und die Promotionsurkunde. Unter den persönlichen Dokumenten werden geführt:

a) Amtliche Dokumente und Auszeichnungen 3 AE (1876–1955)

b) Kindheit und Gymnasialzeit in Marburg 12 AE (1876–1894)

c) Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie 24 AE (1890–1898)

d) Sonstiges: Stammbaum der Familie Justi-Schepp 2 AE (ohne Datum); Verhandlungen zur Herausgabe einer Familiengeschichte 1 AE (1941–1957); Vorarbeiten zu Justis Lebenserinnerungen 2 AE (1936, 1946); Abbildungen von Ludwig Justi 4 AE (ohne Datum); Ehrungen und Glückwünsche 27 AE (1950–1956); Beileidsschreiben, Nachrufe und Gedenken anläßlich des 100. Geburtstages 5 AE (1957–1958, 1976)

 2.2. Berufsleben

 2.2.1. Zu Justis erster beruflicher Tätigkeit als Volontär und dann als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter 1900 bis 1903 am Kupferstichkabinett unter Friedrich Wilhelm Lippmann und Wilhelm Bode konnte nur ein Schreiben des Direktors der Generalverwaltung der Königlichen Museen Richard Schöne zur Genehmigung des Stellenantritts nachgewiesen werden. Ergänzend kann hier jedoch die Korrespondenz, etwa mit Wilhelm Bode, herangezogen werden.

 2.2.2. Die Zeit als Professor für Kunstgeschichte an der Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg im Wintersemester 1903/1904 ist mit der Bestallungsurkunde, einem gedruckten Vorlesungsverzeichnis und einer Matrikel ebenfalls nur spärlich überliefert.

 2.2.3. Die Tätigkeit als Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main 1904 bis 1905 ist durch Briefkonzepte, Manuskripte und Veröffentlichungen Justis zu Erwerbungen, Ausstellungen und zur Neugestaltung der Gemäldegalerie wie auch durch Zeitungsausschnitte dokumentiert. Die Bestallungsurkunde und Pressemeldungen zum Weggang Justis markieren den Beginn und das Ende seiner Frankfurter Zeit.

Diese Archivalien umfassen: Erwerbungen, vor allem den Ankauf von Rembrandts Die Blendung Simons 4 AE (1904–1907); Neuordnung der Gemäldegalerie und der Nazarener-Bilder sowie Ausstellungen 9 AE (1904–1905); Ausscheiden aus dem Institut 1 AE (1905–1910)

 2.2.4 Die Anstellung als Erster Ständiger Sekretär der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin führte Justi 1905 zurück in die Hauptstadt und gewährte ihm überregionale Einblicke in kulturorganisatorische Vorgänge.[1] Neben der Bestallungsurkunde sind Protokolle, Briefe, Pressemeldungen sowie eine Ausstellungsveröffentlichung im Nachlaß verwahrt.

Erhalten sind: Sitzungsprotokolle des Senats 1 AE (1906–1908); Angelegenheiten der Akademie 1 AE (1906–1924); Einweihung eines neuen Gebäudes 1 AE (1907); Englische Meisterwerke in der Berliner Akademie 1 AE (1908)

 2.2.5. 1909 bis 1933 war Justi Leiter der Berliner Nationalgalerie. In dieser Zeit baute er die Sammlungen des 19. Jahrhunderts aus und schuf neue Ausstellungsflächen, in denen eigene Abteilungen ihren Platz fanden: die Bildnissammlung in der Schinkelschen Bauakademie, das Rauch-Museum in der Charlottenburger Orangerie, das Beuth-Schinkel-Museum im Prinzessinnen-Palais und vor allem die moderne Abteilung im Kronprinzenpalais[2], in der das Bild der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts in mehr als fünfzig Ausstellungen[3] mit geformt wurde. Die Entlassung 1933 unterbrach für dreizehn Jahre das Wirken Justis für die Nationalgalerie. Die Themenkomplexe Museums- und Kulturpolitik sowie Ausstellungen sind überwiegend durch Manuskripte und Veröffentlichungen durch Zeitungsausschnitte dokumentiert. Überliefert sind:

 a) Ernennung zum Direktor der Nationalgalerie 1 AE (1909); Kunstdebatten im preußischen Abgeordnetenhaus 1 AE (1913) und im Staatshaushaltsausschuß 1 AE (1919); Berliner Kunstpolitik 2 AE (1925–1926, 1932–1933); Auseinandersetzungen mit Adolf Behne und Karl Scheffler 3 AE (1930–1933); Ernennung von Bernhard Rust zum Reichskommissar für das preußische Kultusministerium 1 AE (1933); Deutscher Expressionismus und Nationalsozialismus 1 AE (1933); Entlassung als Direktor der Nationalgalerie und Versetzung in den einstweiligen Ruhestand 1 AE (1933–1941); Der Schlußstrich: Das Kapitel Berliner Museen 1 AE (1933)

 b) Umbau der Nationalgalerie: Ausgliederung der Schlachtenbilder; Nationale Bildnissammlung im Gebäude der Bauakademie; Aufbau einer Abteilung „Galerie der Lebenden“ im Kronprinzenpalais; Angliederung des Rauch- Museums und des Beuth-Schinkel-Museums 5 AE (1911–1933)

 c) Ausstellungen der Nationalgalerie, unter anderem zu Paul Baum, Arnold Böcklin, Lovis Corinth, Otto von Faber du Faur, Lyonel Feininger, Vincent van Gogh, Gustav Graef, Karl Hagemeister, Julius Hübner, Johann E. Hummel, Leo von König, Käthe Kollwitz, Lesser Ury, Edvard Munch, Alfred Rethel, Ludwig Richter, Christian Rohlfs, Max Slevogt und Hans Thoma 22 AE (1910–1933); Ausstellungseinladungen 1 AE (1921–1933); Sonderausstellungen mit Leihgaben der Galerie 4 AE (1910–1926); Fremdausstellungen, besonders Frühjahrs- und Herbstausstellungen der Akademie der Künste 11 AE (1907–1928); Justis Nationalgalerieausstellung Großdeutschlands Freiheitskampf 1813–1815 nach seiner Entlassung 29 AE (1940)

 d) Erarbeitung von Katalogen: Bildbeschreibungen zu Werken von Arnold Böcklin, Lovis Corinth, Erich Heckel, Wilhelm Hübner, Georg Kolbe, Wilhelm Leibl, Claude Lorrain und Johann Christian Reinhart 3 AE (1921–1931); Beiträge für Ausstellungskataloge 27 AE (1921–1927)

 2.2.6 Im Jahr 1946 kehrte Justi als Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin an seine alte Wirkungsstelle zurück. Er fand zerstörte Museumsgebäude, vernichtete und ausgelagerte Sammlungsteile sowie einen reduzierten Personalbestand vor. Der Auf- und Ausbau der Museen, die Rückführung und Restaurierung ausgelagerter Bestände, der Aufbau eines Museums zeitgenössischer Kunst, eine wirksame Ausstellungstätigkeit und die Fortführung von Museumstraditionen bestimmten sein Schaffen unter schwierigen politischen und materiellen Verhältnissen bis zu seinem Tod 1957.[4] Die Archivalieneinheiten  beinhalten vorwiegend Korrespondenz, Manuskripte, Zeitungsausschnitte und Fotos. Sie umfassen:

 a) Bewerbung beim Amt für Volksbildung des Berliner Magistrats 1 AE (1946); Hauptamt Wissenschaft und Kunst beim Magistrat von Groß-Berlin 1 AE (1950); Ministerium für Kultur der DDR 1 AE (1955); Berufung in den Wissenschaftlichen Rat beim Museum für Deutsche Geschichte Berlin 1 AE (1952); Förderausschuß für die deutsche Intelligenz 2 AE (1950–1955); Mitarbeiter der Nationalgalerie 2 AE (1950–1955); Gesuche um vorzeitige Entlassung aus dem Amt des Generaldirektors 1 AE (1952–1956); Probleme der Nachfolge im Amt des Generaldirektors der Staatlichen Museen 1 AE (1956)

 b) Überblick zur russischen Kunstgeschichte bis 1917 1 AE (nach 1946); Tagung der Gesellschaft zum Studium der Kultur der Sowjetunion 1 AE (1947–1848); Stellungnahme zum Volksbegehren für die Einheit Deutschlands 1 AE (1948); Kritik am Abriß des Potsdamer Stadtschlosses 1 AE (nach 1949); Ausarbeitung Die sterbende Insel 1 AE (ohne Datum); Zerstörungen von Staatlichen Museen und Sammlungen im Zweiten Weltkrieg 1 AE (nach 1946); Rückführung von Museumsgut aus der Sowjetunion 1 AE (1955); Verbleib von Bildern aus der Vorderasiatischen Abteilung der Staatlichen Museen in westdeutschem Besitz 1 AE (1955); Restaurierung rückgeführter Gemälde 1 AE (1956); Die staatlichen Kunstsammlungen auf der Museumsinsel 7 AE (1946–1955); Begründung für die Umbenennung des Kaiser-Friedrich-Museums Berlin in Bode-Museum 1 AE ( nach 1952)

 c) Ausstellungen: Zeichnungen deutscher Meister des 19. Jahrhunderts 1 AE (1947, 1951); Meisterwerke deutscher Zeichner, Maler und Bildhauer 5 AE (1947–1954); Schule des Sehens. Zur Geschichte der Museen 3 AE (1949–1957); Ausstellung von Kunstwerken aus Museen und Kirchen anläßlich der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1 AE (1952); Meisterwerke der Dresdener Galerie 5 AE (1955)

 2.3. Manuskripte und Drucksachen

 Die im Nachlaß erhaltenen Manuskripte, Arbeitsmaterialien und Drucksachen zu kunsthistorischen Themen entstammen unterschiedlichen Lebensphasen Justis. Hier finden sich  Forschungsergebnisse, die teilweise dazu dienten, Justis museale Arbeiten vorzubereiten, zu begleiten oder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daneben umfassen diese Nachlaßgruppen Materialien und Vorarbeiten für Publikationen und Vorträge.

Überliefert sind Arbeitsmaterialien, Manuskripte und Veröffentlichungen unter anderem zu: Jacopo de‘ Barbari und Albrecht Dürer, Dissertation 1898; Forschungen zur venezianischen Malerei 1 AE (1901); Peter Vischer und die Kunstgeschichte 3 AE (1901); Giovanni Pisano und die Toscanischen Skulpturen des 14. Jahrhunderts im Berliner Museum 1 AE (1903);  Albrecht Dürer 18 AE (1903–1957); Giorgione 19 AE (1908–1944); Geschichte der Kunst 3 AE (1909–1911); Carl Justi 2 AE (1913); Belva 4 AE (1936–1940); die Ingelheimer Kaiserpfalz 2 AE (1938); Die Beziehungen von Kunst, Humanismus und Gesellschaft 6 AE (1952–1957); Dürers Dresdener Altar 4 AE (1956–1957); Erinnerungen an das Wirken der Generaldirektoren in den Staatlichen Museen zu Berlin 3 AE (1957); Der Humanismus und die Vatikanischen Kunst-sammlungen 1 AE (1957); Rezensionen von Justi 8 AE (1904–1922); Notizen zu Bildbeschreibungen 6 AE (ohne Datum), Abbildungen von Kunstwerken 12 AE (1919–1937, ohne Datum); Aufsätze in Zeitungen und anderen Druckerzeugnissen 1 AE (1905–1956)

 2.4. Korrespondenz

 Der Briefwechsel von Ludwig Justi ist unterteilt in die eingegangenen Briefe mit 299 AE (1900–1957), die als Konzepte und Durchschläge überlieferten ausgegangenen Briefe mit 63 AE (1903 –1957) sowie in die Familienkorrespondenz mit 7 AE (1885–1926). Diese Nachlaßgruppe, zu der auch Postkarten und Telegramme zählen, ist die an Archivalieneinheiten umfangreichste. Zugleich wird sie am intensivsten genutzt. Zu Justis Korrespondenzpartnern gehörten vor allem Vertreter von Behörden, Berufskollegen und Mitarbeiter sowie Künstler. Der Nachlaß umfaßt zum Beispiel Briefe von:

Alexander Abusch, Schriftsteller und Stellvertretender Minister für Kultur der DDR (2 Briefe, 1956–1957); Friedrich Theodor Althoff, Ministerialdirektor und Abteilungsleiter im preußischen Kultusministerium (2 Briefe, 1901–1902); Theodor Heinrich Amersdorffer, Kunsthistoriker (5 Briefe, 1906–1917); Eduard Arnhold, Wirtschaftsführer und Kunstsammler (2 Briefe, 1913–1919); Dominik Artaria, Kunsthändler (1 Brief, 1905)

Julius Bab, Dramatiker und Theaterkritiker (1 Brief, 1920); Julius Bard, Verleger (1 Brief, 1920); Johannes R. Becher, Dichter und Minister für Kultur der DDR (1 Brief, 1955); Carl Heinrich Becker, preußischer Kultusminister und Orientalist (1 Brief, 1921); Max Beckmann, Maler und Graphiker (2 Briefe, 1929–1933); Wilhelm Amandus Beer, Maler (1 Brief, 1905); Erich von der Bercken, Kunsthistoriker (4 Briefe, 1925); Oscar Bie, Kunsthistoriker (1 Brief, 1913); Georg Biermann, Kunsthistoriker und Publizist (1 Brief, 1930); Oscar Björck, Maler (1 Brief, 1926); Wilhelm Bode, Kunsthistoriker und Museumsleiter (27 Briefe, 1900–1910); Heinrich Bodmer, Kunsthistoriker (2 Briefe, 1926); Karl (Carlo) Böcklin, Maler (1 Brief, 1913); Robert Breuer, Schriftsteller und Journalist (1 Brief, 1911); Heinrich Brockhaus,  Kunsthistoriker (2 Briefe, 1908); Theo von Brockhusen, Maler und Radierer (1 Brief, 1918); Erich Büttner, Maler und Graphiker (1 Brief, 1919); Harald Busch, Kunsthistoriker und Schriftsteller (1 Brief, 1934)

Houston Stewart Chamberlain, Schriftsteller und Kulturphilosoph (3 Briefe., 1912–1913); Paul Clemen, Kunsthistoriker (16 Briefe, 1890–1943); Walter Cohen, Kunsthistoriker und Kustos (2 Briefe, 1919–1921); William Martin Conway, Kunstkritiker (2 Briefe, 1908); Herbert Cook, Kunsthistoriker (6 Briefe, 1907–1908, ohne Datum); Charlotte Corinth, Malerin (5 Briefe, 1923–1933); Lovis Corinth, Maler und Graphiker (2 Briefe, 1923–1924)

Theodor Däubler, Schriftsteller und Kunstkritiker (4 Briefe, 1920–1921); Max Deri,  Kunsthistoriker (1 Brief, 1922); Hermann Dernburg, Architekt (1 Brief, 1910); Ludwig Dettmann, Maler und Graphiker (1 Brief, 1918); Otto Dix, Maler und Graphiker (2 Briefe, 1933); Campbell Dodgson, Kunsthistoriker und Kunstkritiker (3 Briefe, 1902–1907); Friedrich Dörnhöffer, Kunsthistoriker (2 Briefe, 1924–1925); Franz Dülberg, Dramatiker und Kritiker (1 Brief, 1921)

August Endell, Architekt, Kunstgewerbler und Kunsttheoretiker (4 Briefe, 1915–1921); Hans Ertel, Geophysiker, Meteorologe und Vizepräsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (1 Brief, 1952)

Paul Fechter, Schriftsteller und Journalist (1 Brief, 1924); Lyonel Feininger, Maler und Graphiker (1 Brief, 1932); Conrad Felixmüller, Maler und Graphiker (2 Briefe, 1923–­1924); Oscar Fischel, Kunsthistoriker (3 Briefe, 1902–1919); Eduard Wilhelm Flechsig,  Kunsthistoriker (2 Briefe, 1908); Philipp Franck, Maler und Radierer (3 Briefe, 1919–1920); Max Friedländer, Musikwissenschaftler (1 Brief, 1922); Max Jakob Friedländer,  Kunsthistoriker (6 Briefe, 1904–1918, ohne Datum); Lili Fröhlich-Bum, Kunsthändlerin und Kunstkritikerin (1 Brief, 1927)

Leo Ludwig Gans, Chemiker, Großindustrieller und Kunstmäzen (1 Brief, 1905); August Gaul,  Bildhauer und Graphiker (1 Brief mit Graphik, 1919); Ismael Wolfgang Christian Gentz,  Maler (1 Brief, 1914); Paul Goldmann, Publizist und Kritiker (1 Brief, 1913); Adolph Goldschmidt, Kunsthistoriker (6 Briefe, 1903–1921); Bernt Borchgrewink Grönvold, Maler (1 Brief, 1920); Georg Gronau, Kunsthistoriker (6 Briefe, 1908–1921, ohne Datum); Stefan Großmann, Schriftsteller (4 Briefe, 1918–1919); Ludwig Grote, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (1 Brief, 1923); Johannes Guthmann,  Kunsthistoriker (1 Brief, 1913)

Friedrich Haack, Kunsthistoriker und Konservator (1 Brief, 1922); Erich Anton Haenel,  Kunsthistoriker (1 Brief, 1921); Karl Hagemeister, Maler (4 Briefe, 1923–1929, ohne Datum); Adolf von Harnack, Kirchen- und Wissenschaftshistoriker (2 Briefe, 1901, ohne Datum); Arthur Haseloff, Kunsthistoriker (3 Briefe, 1902–1912); Erich Heckel, Maler und Graphiker (12 Briefe, 1919–1930); Carl Georg Heise, Kunsthistoriker (1 Brief, 1922); Alfred Hentzen, Kunsthistoriker und Mitarbeiter von Justi (1 Brief, 1931); Curt Herrmann, Maler (2 Briefe, 1918–1921); Karl Hessmert, Maler (1 Brief, 1924); Paul Hinneberg, Schriftsteller und Herausgeber (1 Brief, 1907); Franz von Hoven,  Architekt (2 Briefe, 1904–1908)

Peter Jessen, Leiter der Berliner Kunstbibliothek (2 Briefe, 1919); Carl Justi, Kunsthistoriker  (14 Briefe, 1887–1898)

Walter Kaesbach, Kunsthistoriker, Museumsdirektor und Mitarbeiter Justis (3 Briefe, 1921–1926); Eugen Kalkschmidt, Schriftsteller, Kunstkritiker und Chefredakteur (1 Brief, 1926); Arthur Kampf, Maler und Präsident der Akademie der Künste (7 Briefe, 1906–1915, ohne Datum); Rudolf Kautzsch, Kunsthistoriker (1 Brief, 1904); Ernst Ludwig Kirchner,  Maler und Graphiker (10 Briefe, 1923–1931); Gustav Kirstein,  Verlagsbuchhändler und Redakteur (3 Briefe, 1919); Max Klinger, Maler, Graphiker und Bildhauer (1 Brief, 1918); Fritz Knapp, Kunsthistoriker (1 Brief, 1925); Leo Freiherr von König, Maler (1 Brief, 1924); Oskar Kokoschka, Maler, Graphiker und Dichter (2 Briefe, 1910–1919); Käthe Kollwitz, Graphikerin, und Bildhauerin (1 Brief, 1932); Max Kreuziger, Berliner Stadtrat für die Abteilung für Volksbildung (1 Brief, 1950); Paul Kristeller,  Kunsthistoriker (2 Briefe, 1909); Lothar von Kunowski, Professor für Zeichnen und Malen (2 Briefe, 1920–1921); Max Kutschmann, Kunstwissenschaftler (1 Brief, 1933)

Ferdinand Laban, Bibliothekar, Kulturhistoriker und Kunstkritiker (9 Briefe, 1904); Paul Landau, Schriftsteller und Herausgeber (3 Briefe, 1923–1926); Melchior Lechter, Maler und Graphiker (1 Brief, 1927); Max Lehrs, Kunsthistoriker (3 Briefe, 1913–1919); August Lentze, preußischer Finanzminister (1 Brief, 1913); Bernhard Lepsius, Chemiker (1 Brief, 1904); Julius Lessing, Kunsthistoriker (1 Brief, 1902); Alfred Lichtwark, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (11 Briefe, 1907–1914); Max Liebermann, Maler und Präsident der Akademie der Künste (9 Briefe, 1906–1922), Valerian von Loga, Kunsthistoriker und Kustos (1 Brief, 1909)

Maria Marc, Teppichweberin (1 Brief, 1919); August Liebmann Mayer, Kunsthistoriker (2 Briefe, 1921–1927); Otto Meier, Keramiker (1 Brief, 1950); Julius Meier-Graefe,  Kunsthistoriker, Kunstkritiker und Schriftsteller (1 Brief, vor 1936); Carl Meissner,  Feuilletonist (1 Brief, 1933); Simon Meller, Kunsthistoriker (4 Briefe, 1908–1909); Moritz Meurer, Maler (1 Brief, 1905); Oskar Moll, Maler (3 Briefe, 1918–1926); Edvard Munch,  Maler und Graphiker (7 Briefe, 1927–1931)

Otto Nagel, Maler und Zeichner (2 Briefe, 1954); Heinrich Nauen, Maler und Graphiker (1 Brief, vor 1942); Ludwig Neher, Architekt (1 Brief, 1905); Emil Nolde, Maler, Graphiker und Bildhauer (3 Briefe, 1930–1932)

Willy Oeser, Maler, Kunst- und Literaturhistoriker (7 Briefe, 1922–1926); Wolfgang von Oettingen, Kunst- und Literaturhistoriker (2 Briefe, 1904–1906); Ernst Oppler, Maler, Graphiker und Radierer (2 Briefe, 1918–1926); Emil Orlik, Maler, Graphiker und Kunstgewerbler (1 Brief, 1930); Victor Ottmann, Redakteur (1 Brief, 1919); Johannes Otzen, Architekt und Präsident der Akademie der Künste (23 Briefe, 1905–1909); Amédée Ozenfant, Maler (1 Brief, 1933)

Max Pechstein, Maler, Bildhauer und Graphiker (2 Briefe, 1919–1928); Alfred-Heinrich Pellegrini, Maler (2 Briefe, 1919–1925); Ludwig Pietsch, Zeichner und Feuilletonist (1 Brief, 1906); Hans Posse, Kunsthistoriker und Galeriedirektor (5 Briefe, 1912–1921)

Anna vom Rath, Malerin (1 Brief, ohne Datum); Walther Rathenau, Großindustrieller und Politiker (2 Briefe, 1911–1913); Carl Robert, Archäologe und Klassischer Philologe (1 Brief, 1904); Friedrich Roeber, Maler (1 Brief, 1913); Christian Rohlfs, Maler und Graphiker (1 Brief, 1919)

Heinrich Sahm, Berliner Oberbürgermeister (1 Brief, 1932); Friedrich Sarre, Archäologe und Kunsthistoriker (1 Brief, 1901); Max Sauerlandt, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (3 Briefe, 1903–1929); Alois Jakob Schardt, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (1 Brief, um 1922); Karl Scheffler, Kunstpublizist und -kritiker (2 Briefe, 1911–1912); Max von Schillings, Komponist (1 Brief, 1921); Paul Ferdinand Schmidt, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (1 Brief, 1921); Friedrich Schmidt-Ott, preußischer Kultusminister (10 Briefe, 1907–1923); Karl Schmidt-Rottluff, Maler und Graphiker (4 Briefe, 1921–1932); Walter Schott, Bildhauer (1 Brief, 1924); Bruno Schröder, Kunsthistoriker, Museumsdirektor und Bildhauer (2 Briefe, 1927–1930); Paul Schubring, Kunsthistoriker (17 Briefe, 1908–1926, ohne Datum); Woldemar von Seidlitz, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (6 Briefe, 1904–1919); Karl Sell, Theologe (1 Brief, 1912); Franz Servaes, Philologe und Kunstkritiker (3 Briefe, 1909–1911); James Simon, Großkaufmann und Kunstmäzen (1 Brief, nach 1910); Hans Wolfgang Singer,  Kunsthistoriker und Kustos (1 Brief, 1919); Max Slevogt, Maler und Graphiker (1 Brief, 1928); Leopold Sonnemann, Bankier (1 Brief, 1905); Wilhelm Stapel, Soziologe und politischer Publizist (1 Brief, 1933); Walter Stengel, Kunsthistoriker (1 Brief, 1920); Hermann Suchier,  Literaturhistoriker, Romanist und Anglist (1 Brief, 1903); Albert Oskar Wilhelm Südekum,  preußischer Finanzminister (2 Briefe, 1919); Georg Swarzenski, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (6 Briefe, 1904–1920)

Hans Thoma, Maler und Graphiker (8 Briefe, 1918–1924); Wilhelm Trübner, Maler und Kunsttheoretiker (5 Briefe, 1910–1916, ohne Datum); Hans von Tschammer und Osten,  Reichstagsabgeordneter (1 Brief, 1933); Hugo von Tschudi, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (8 Briefe, 1903–1911)

Lesser Ury,  Maler und Graphiker (3 Briefe, 1924–1926)

Theodor Volbehr, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (4 Briefe, 1913–1921)

Siegfried Wagner, Bildhauer (1 Brief, 1922); Paul Wandel, Minister für Jugend und Volksbildung der DDR (1 Brief, 1951);  Erich Waske, Maler und Graphiker (1 Brief, 1933); William Wauer, Bildhauer, Maler und Kunstkritiker (1 Brief, 1929); Werner Weisbach,  Kunsthistoriker (2 Briefe, 1901–1911); Heinrich Weizsäcker, Kunsthistoriker (2 Briefe, 1902–1904); Ernst Wenck, Bildhauer (1 Brief, 1925); Fritz Wichert, Kunsthistoriker (4 Briefe, 1910–1919), Fritz Wichgraf, Maler (1 Brief, 1907); Heinrich Wölfflin, Kunsthistoriker (6 Briefe, 1904, ohne Datum); Karl Woermann, Kunst- und Literaturhistoriker (2 Briefe, 1904–1908)

Augusta von Zitzewitz, Malerin und Graphikerin (1 Brief mit Porträtzeichnung von Justi, 1932); Alexander Zschokke, Bildhauer und Maler (1 Brief, 1931)

Konzepte und Durchschläge von Briefen Justis sind seltener überliefert Als Korrespondenzpartner sind hier zu nennen: Theodor Heinrich Amersdorffer, Alexander Archipenko, Johannes R. Becher, Erich von der Bercken, Oscar Bie, Carl Blümel, Wilhelm Bode, Lothar Bolz, Fritz Cremer, Ludwig Deiters, Johannes Dieckmann, Heinrich Ehmsen, Max Jakob Friedländer, Lili Fröhlich-Bum, Otto Grotewohl, Konrad Haenisch, Erich Heckel, Ernst Heimeran, Ernst Ludwig Kirchner, Gustav Kirstein, August Liebmann Mayer, Max Lingner, Otto Meier, Carl Meissner, Edvard Munch, Otto Nagel, Emil Nolde, Johannes Otzen, Max Pechstein, Wilhelm Pieck, Karl Schmidt-Rottluff, Walter Stengel, Georg Swarzenski, Hans Thoma, Paul Wandel, Fritz Wichert und Heinrich Wölfflin.

Abschließend sollen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, als korrespondierende Bestände angeführt werden:

Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften: Akademieleitung, Personalia Ludwig Justi

Hessisches Staatsarchiv Marburg: Nachlaß Karl Wilhelm Justi, Nachlaß Ferdinand Justi,

Nachlaßsplitter Carl Justi

Privatbesitz der Familie: Nachlaßschriftgut von Ludwig Justi

Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Zentralarchiv: Akten der Nationalgalerie

Universitäts- und Landesbibliothek Bonn: Nachlass Carl Justi

 Literatur

Justi 2000 – Ludwig Justi: Werden – Wirken – Wissen. Lebenserinnerungen aus fünf Jahrzehnten, hrsg. von Thomas W. Gaethgens und Kurt Winkler, 2 Bde., (Quellen zur deutschen Kunstgeschichte und Klassizismus bis zur Gegenwart, Bd. 5), Berlin 2000.

Steinkamp 2008 – Steinkamp, Maike: Das unerwünschte Erbe. Die Rezeption „entarteter“ Kunst in Kunstkritik, Ausstellungen und Museen der SBZ und der frühen DDR, (Schriften der Forschungsstelle „Entartete Kunst“, Bd. II), Berlin 2008.

Winkler 2002 – Winkler, Kurt: Museum und Avantgarde. Ludwig Justis Zeitschrift „Museum der Gegenwart“ und die Musealisierung des Expressionismus, (Berliner Schriften zur Museumskunde, Bd. 17), Opladen 2002.

 [1] Justi 2000, Bd. 1, S. 193 ff.

[2] Winkler 2002, S. 79 ff.

[3] ABBAW: NL L. Justi, Nr. 41

[4] Steinkamp 2008, S. 1 ff., S. 134 ff.

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