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Gesamtbestand des Kunstbesitzes

Der historisch gewachsene Kunstbesitz der Akademie mit seinen ĂŒber 2000 KunstgegenstĂ€nden ist der bedeutendste Bestandteil der Abteilung Sammlungen. Dieser durch Schenkung, testamentarische VerfĂŒgung und Ankauf in den Besitz der Akademie gelangte Bestand, fĂŒr den bereits im 19. Jahrhundert ein Verzeichnis angelegt wurde, gliedert sich in Malerei und Graphik (1043 Kunstwerke), Plastik (487 Kunstobjekte, darunter PortrĂ€tbĂŒsten, Medaillen, Plaketten und GedenkmĂŒnzen), sowie Kunsthandwerk (142 Objekte). Der Kunstbesitz ist zum grĂ¶ĂŸten Teil in einer Datenbank elektronisch erschlossen.

In der Gruppe GelehrtengemĂ€lde ist ein reichliches Drittel der Kunstwerke in der Zeit von 1700 bis 1945 entstanden. Zu ihren Kostbarkeiten gehören neben dem bereits erwĂ€hnten Leibniz-GemĂ€lde u. a. die Bildnisse des AkademieprĂ€sidenten Pierre Louis Moreau de Maupertuis (1698-1759) und der Akademiemitglieder Alexander von Humboldt (von Emma Gaggiotti-Richards), Karl Friedrich Gauß (von Christian Albrecht Jensen), Hermann von Helmholtz (von Hans Schadow) und Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff (von Reinhold Lepsius). Allerdings ist die Überlieferungslage unter den PortrĂ€tgemĂ€lden nicht so, daß man von einem nahezu lĂŒckenlosen Bestand an PortrĂ€tgemĂ€lden auch nur der bedeutendsten Akademiemitglieder sprechen könnte. Daher vergab die Leitung der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin in den Jahren 1952-1953 AuftrĂ€ge an verschiedene KĂŒnstler (Bruno Bade, Bert Heller, Carlo Mense, Adolf Schorling), von den bedeutendsten Mitgliedern der Akademie Bildnisse nach alten Vorlagen anzufertigen. Auf diese Weise entstanden als gelungene Auftragswerke die ÖlgemĂ€lde Max Planck von H. Hensel und Johannes Stroux, des ersten PrĂ€sidenten der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, von B. Heller.

Unter den Plastiken, dazu gehören PortrĂ€tbĂŒsten und Medaillen, finden sich besonders wertvolle Objekte. Dazu gehört zweifellos die von Friedrich II. in Auftrag gegebene Voltaire-BĂŒste aus weißem Marmor, die der Pariser Bildhauer Jean Antoine Houdon im Jahr 1778 schuf. Drei Jahre spĂ€ter schenkte sie der Preußenkönig der Akademie der Wissenschaften, die sie in ihrem Sitzungssaal aufstellte. Weitere Kostbarkeiten der PortrĂ€tbĂŒstensammlung sind die MarmorbĂŒste Alexander von Humboldts (1850) von Christian Daniel Rauch, die BĂŒste des Akademiekurators Graf Ewald von Hertzberg (1804) von Johann Gottfried Schadow, die PortrĂ€tbĂŒsten der BrĂŒder Jacob und Wilhelm Grimm (1868, 1869) von Eduard Luerssen, die Bronzestatue Max Plancks (1949) von Bernhard Heiliger und die BronzebĂŒste Albert Einsteins (1981) von Heinrich Drake. Die Planck-BĂŒste (1939) von Walther Wolff wurde der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin von der Max-Planck-Gesellschaft anlĂ€ĂŸlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des großen Physikers im Jahre 1958 ĂŒbergeben. Die Helmholtz-BĂŒste (1891) von Adolf von Hildebrand ist ein Geschenk von Ellen von Siemens, der Tochter Hermann von Helmholtz, an die Akademie aus dem Jahre 1922. Die umfangreiche Medaillensammlung (337 Medaillen) verdankt ihr Entstehen dem Brauch von Akademien, bedeutende wissenschaftliche Leistungen durch Verleihung von Medaillen zu wĂŒrdigen sowie bei wichtigen JubilĂ€en durch GedenkprĂ€gungen an herausragende Wissenschaftler und wissenschaftliche Ereignisse zu erinnern. Unter den Kostbarkeiten der Medaillensammlung nehmen die als akademische Auszeichnungen seit 1892 bis heute von der Akademie verliehene Helmholtz-Medaille und die seit 1907 verliehene Leibniz-Medaille einen besonderen Platz ein. In der graphischen Sammlung sind die PortrĂ€tgraphiken von Wissenschaftlern bedeutsam. Sie machen etwa ein Drittel des Bestandes aus. Zahlreich sind auch Graphiken zu Themen aus Wissenschaft und Technik (274 BlĂ€tter). Zum Graphikbestand gehören ferner 32 Graphikmappen mit insgesamt 380 Graphiken, die zum Teil durch die Akademie bzw. deren Institute als Auftragswerke entstanden sind. So ist die Graphikmappe "Erschlossene Formen" von 1974 aus dem Auftrag mehrerer naturwissenschaftlicher Institute an verschiedene KĂŒnstler hervorgegangen. AnlĂ€ĂŸlich des 100. Geburtstages von Albert Einstein gab die Akademieleitung 1979 die Graphikmappe "Raum und Zeit" heraus.


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